Ein aktueller Videoeinblick

Die Christliche Gemeinde Darmstadt veranstaltete letzten Samstag einen Missionsbasar, für den wir einen kurzen Videogruß mit Einblicken in unsere aktuelle Arbeit und die Situation vor Ort vorbereitet hatten. Im Anschluss waren wir live über ZOOM zugeschaltet und haben Fragen beantwortet. Diese Möglichkeit hat uns sehr gefreut, auch weil wir dadurch Bekannte wiedersehen konnten. :-)

Das dafür erstellte Video wollen wir nun auch gerne Euch zum Anschauen zur Verfügung stellen:


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Heute vor drei Jahren

...flogen wir zum ersten Mal nach Peru! Das möchten wir nutzen, um uns nochmal ganz herzlich bei allen zu bedanken, die uns in den letzten Jahren mit Gebet, Finanzen, lieben Nachrichten, Post, etc. unterstützt und begleitet haben. GOTT segne Euch!

Hier noch ein paar Erinnerungen an den 09.11.2017:

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Kinderclubbolsas

Wegen Corona ist es uns weiterhin verboten, den Kinderclub durchzuführen. Ständig kommen Kinder und fragen, wann es denn endlich wieder losgehen würde und wir können ihnen nur sagen, dass wir es nicht wissen - vermutlich nicht mehr in diesem Jahr. Im August haben wir daher kleine Taschen mit Obst, Zahnbürsten, Kindermalbibeln, Stiften, Keksen, Luftballons und einem kleinen Briefgruß von uns als Mitarbeitern gepackt und an die Kinder verteilt. Die Freude war groß und wir haben es genossen, die Kinder zu sehen und uns ein wenig mit ihnen zu unterhalten.

Viele von ihnen nehmen nicht am staatlichen Fernschulprogramm über Fernsehen und Radio teil. Insbesondere die Kleinsten leiden besonders stark unter den aktuellen Beschränkungen. Theoretisch dürfen sie das Haus weiterhin nur für kurze Zeit am Tag verlassen. In unserer Nachbarschaft halten sich die Kinder aber kaum noch daran.

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Nächtliche Nachbarschaftshilfe

Spät abends um kurz vor 22 Uhr klopfte es plötzlich an unserer Haustür. Normalerweise schlafen wir um diese Zeit schon. Wir öffneten das Fenster und ein Nachbar stand vor der Tür und sagte langezogen: "Un favor graaande, por favor." („Einen großen Gefallen, bitte.“). Seine Frau läge in den Wehen und bräuchte dringend medizinische Betreuung. Da wir bei Diospi zu dieser Zeit leider keinen Gynäkologen hatten, konnten bei uns keine Geburten durchgeführt werden. Jonathan fuhr sie daher zur örtlichen Gesundheitsstation.

Es ist nicht das erste Mal, dass wir dieser Familie geholfen haben. Alle zwei Wochen werden sie von uns mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgt. Dabei wurde deutlich, wie ihr Wohnzustand ist und Mandy hat gemeinsam mit unserer Haushaltshilfe geputzt und für Ordnung gesorgt – Klamotten sortiert und aufgeräumt. Vor einigen Wochen hat die Mutter Mandy gefragt, ob sie ihre Kinder waschen könnte. Seit ihr Mann zehn Tage zuvor zum Arbeiten weiter weggefahren wäre, könnte sie die Kinder mit ihrem Schwangerschaftsbauch nicht mehr waschen. Es war bereits bitter nötig, die Kinder zu baden.

Mittlerweile ist der vierte Sohn der Familie gesund zur Welt gekommen. Er hat allerdings noch keinen Namen. Dafür hat man in Peru vier Wochen Zeit. Und was der Peruaner heute nicht unbedingt muss besorgen, das verschiebt er gern auf morgen…

Beim Besuch ihres Neugeborenen haben sie uns erzählt, dass sie in der Nacht noch in die Bundeshauptstadt Abancay gefahren werden mussten. Wegen Covid werden in der Region gerade leider keine Geburten durchgeführt. Abancay ist etwa zwei Stunden, sehr viele Kurven und einen Pass von über 4.000 Höhenmeter entfernt (siehe Karte). Nicht gerade angenehm für eine Gebärende…

 

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Wirtschaft

Teile von Perus Wirtschaft wurden von der Corona-Krise hart getroffen. Wenige Wochen nach dem landesweiten Lockdown hatte über ein Drittel aller Peruaner ihre Jobs verloren. In der Region um Cusco wurde insbesondere die Tourismusbranche hart getroffen. In Städten wie Aguas Calientes (Machu Picchu Pueblo), wo sonst ein täglicher Umsatz von 1,5 Millionen Euro zu verzeichnen war, werden derzeit Hotels und Restaurants ausgeräumt. Viele versuchen so viel wie möglich von ihrem Besitz mit dem Regionalzug zu transportieren. Dabei warten sie teilweise tagelang auf dem Bahnhof, um einen Platz im Zug zu ergattern. Sie haben die Angst, dass noch jahrelang keine Touristen kommen werden. Und nachdem die archäologischen Stätten am letzten Freitag wieder geöffnet wurden, dann aber drei Tage später erneut geschlossen wurden, ist diese Angst (fast) verständlich.

In Curahuasi ist die Zeit der Ernte vorbei und die vielen ungelernten Tagelöhner haben kaum eine Möglichkeit, Geld zu verdienen. Hier und da werden zwar wieder Häuser gebaut, die Arbeitsplätze bleiben aber dennoch rar. Viele reisen jetzt viele hunderte Kilometer weit weg, um im Regenwald in Minen oder an Bauprojekten des Staates mitzuarbeiten. Es sind daher vor allem die weniger Gebildeten, die zurzeit besonders leiden. Der Schaden, den Corona in Peru verursacht hat, wird noch viele Jahre spürbar sein.

 

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