Eine etwas andere Weihnachtsfeier

Im gesamten Kalenderjahr 2020 durften wir keinen Kinderclub durchführen und daher war uns auch die jährliche Kinderclubweihnachtsfeier versagt. Dennoch wollten wir gemeinsam mit Familie Tielmann eine Art Straßenweihnachtsfeier durchführen. Wir informierten ein paar Familien und luden Kinder auf der Straße ein. Die Mundpropaganda tat dann das Nötige.

Nach einer Begrüßung, einer kurzen Botschaft und Gebet bekam jeder ein Stück Panettone und einen Becher heiße Schokolade. Für die Kinder hatten wir 75 kleine Geschenktüten mit einem persönlichen Gruß, Süßigkeiten, Obst, einem Kinderbibelmalcomic, Zahnbürsten und einem kleinen Geschenk vorbereitet. Es kamen so viele Kinder, dass die Tüten nicht ausreichten und sie in der folgenden Woche noch an unsere Haustür kamen, um ihre Geschenktüten abzuholen. Fast 40 Erwachsene und nochmal zehn Jugendliche waren dabei. Für sie hatten wir Bibeln besorgt und so konnten wir 50 Bibeln an Familien unseres Viertels weitergeben. Wir hoffen und beten, dass diese Bibeln fleißig gelesen werden und GOTT die Herzen der Menschen anrührt.


3 Kommentare

Ein aktueller Videoeinblick

Die Christliche Gemeinde Darmstadt veranstaltete letzten Samstag einen Missionsbasar, für den wir einen kurzen Videogruß mit Einblicken in unsere aktuelle Arbeit und die Situation vor Ort vorbereitet hatten. Im Anschluss waren wir live über ZOOM zugeschaltet und haben Fragen beantwortet. Diese Möglichkeit hat uns sehr gefreut, auch weil wir dadurch Bekannte wiedersehen konnten. :-)

Das dafür erstellte Video wollen wir nun auch gerne Euch zum Anschauen zur Verfügung stellen:


5 Kommentare

Heute vor drei Jahren

...flogen wir zum ersten Mal nach Peru! Das möchten wir nutzen, um uns nochmal ganz herzlich bei allen zu bedanken, die uns in den letzten Jahren mit Gebet, Finanzen, lieben Nachrichten, Post, etc. unterstützt und begleitet haben. GOTT segne Euch!

Hier noch ein paar Erinnerungen an den 09.11.2017:

1 Kommentare

Kinderclubbolsas

Wegen Corona ist es uns weiterhin verboten, den Kinderclub durchzuführen. Ständig kommen Kinder und fragen, wann es denn endlich wieder losgehen würde und wir können ihnen nur sagen, dass wir es nicht wissen - vermutlich nicht mehr in diesem Jahr. Im August haben wir daher kleine Taschen mit Obst, Zahnbürsten, Kindermalbibeln, Stiften, Keksen, Luftballons und einem kleinen Briefgruß von uns als Mitarbeitern gepackt und an die Kinder verteilt. Die Freude war groß und wir haben es genossen, die Kinder zu sehen und uns ein wenig mit ihnen zu unterhalten.

Viele von ihnen nehmen nicht am staatlichen Fernschulprogramm über Fernsehen und Radio teil. Insbesondere die Kleinsten leiden besonders stark unter den aktuellen Beschränkungen. Theoretisch dürfen sie das Haus weiterhin nur für kurze Zeit am Tag verlassen. In unserer Nachbarschaft halten sich die Kinder aber kaum noch daran.

1 Kommentare

Nächtliche Nachbarschaftshilfe

Spät abends um kurz vor 22 Uhr klopfte es plötzlich an unserer Haustür. Normalerweise schlafen wir um diese Zeit schon. Wir öffneten das Fenster und ein Nachbar stand vor der Tür und sagte langezogen: "Un favor graaande, por favor." („Einen großen Gefallen, bitte.“). Seine Frau läge in den Wehen und bräuchte dringend medizinische Betreuung. Da wir bei Diospi zu dieser Zeit leider keinen Gynäkologen hatten, konnten bei uns keine Geburten durchgeführt werden. Jonathan fuhr sie daher zur örtlichen Gesundheitsstation.

Es ist nicht das erste Mal, dass wir dieser Familie geholfen haben. Alle zwei Wochen werden sie von uns mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgt. Dabei wurde deutlich, wie ihr Wohnzustand ist und Mandy hat gemeinsam mit unserer Haushaltshilfe geputzt und für Ordnung gesorgt – Klamotten sortiert und aufgeräumt. Vor einigen Wochen hat die Mutter Mandy gefragt, ob sie ihre Kinder waschen könnte. Seit ihr Mann zehn Tage zuvor zum Arbeiten weiter weggefahren wäre, könnte sie die Kinder mit ihrem Schwangerschaftsbauch nicht mehr waschen. Es war bereits bitter nötig, die Kinder zu baden.

Mittlerweile ist der vierte Sohn der Familie gesund zur Welt gekommen. Er hat allerdings noch keinen Namen. Dafür hat man in Peru vier Wochen Zeit. Und was der Peruaner heute nicht unbedingt muss besorgen, das verschiebt er gern auf morgen…

Beim Besuch ihres Neugeborenen haben sie uns erzählt, dass sie in der Nacht noch in die Bundeshauptstadt Abancay gefahren werden mussten. Wegen Covid werden in der Region gerade leider keine Geburten durchgeführt. Abancay ist etwa zwei Stunden, sehr viele Kurven und einen Pass von über 4.000 Höhenmeter entfernt (siehe Karte). Nicht gerade angenehm für eine Gebärende…

 

2 Kommentare